| Videologic
Vivid!XS (1/33)
" l e i s t u
n g s f ä h i g e 3 2 M B - K a r t e "
KYRO II vom
Mutterhaus
[Von Raphael Auf der Maur, Juli 2001]
Der KYRO
II-Grafikchip sorgt für Furore. Intelligente Technik statt dumme
Brute-Force verhilft entsprechenden Karten zu einem guten
Preis-/Leistungsverhältnis. Eines dieser Spar-Wunder steht heute
bei uns auf dem Prüfstand - die Vivid!XS von
Videologic.
KYRO II - Karten gibt es
von Hercules, soviel ist dank der flächendeckender Werbekampagne
der Franzosen jedem klar. Angesichts des angepeilten 6stelligen
Absatzvolumens scheint der Werbe-Aufwand verständlich und
sinnvoll. Etwas bescheidener geht der Mitbewerb ans Werk. Klein,
aber fein, so lautet die Devise von Videologic Systems, die sich
bereits mit einem Bruchteil des Verkaufsvolumens zufrieden geben.
Der britische Multimedia-Spezialist, der manchem vielleicht für
die luxuriösen Lautsprecher-Systeme bekannt sein dürfte, hat
dennoch Grosses vor. Das Interesse an KYRO II - Karten ist
ungleich grösser als es noch beim Vorgänger KYRO I der Fall
gewesen war. Mit der Vivid!XS hat man nun die passende Lösung zur
Hand.
Die
Videologic-Karte ist im Grunde genommen die KYRO II -
Referenzplatine, denn
Videologic Systems gehört zur Unternehmensgruppe Imagination
Technologies (ImgTec), die über die Division PowerVR Technologies
auch für die Entwicklung des KYRO II - Chipdesigns verantwortlich
ist. Die ersten 1'500 Exemplare dieser Karte gelten sogar als
"made in GB", denn sie wurden von
ImgTec-Hardware-Ingenieuren in Handarbeit in Grossbritannien
"endgefertigt" d.h. mit Kühlern versehen.

Dieses Bild
ist ein Fake - die Serienversion wird aktiv gekühlt
Im Gegensatz zu den
überall verbreiteten Produktefotos und den Informationen in den
ersten Presseberichten wird die Vivid!XS nicht nur mit einem
Passivkühler ausgeliefert, sondern ebenfalls wie die
Hercules-Modelle aktiv mit einem Lüfter gekühlt. Auf unserem
Vorserien-Muster befand sich zwar noch kein Aktiv-Lüfter, doch
das Design der Karte entspricht bereits der finalen Version und
ist bis auf den Spannungswandler und weitgehend identisch mit dem
Hercules-Gegenstück. Ein grosser Kühlkörper reicht zwar auch
für den Betrieb bei den vorgesehenen 175 MHz, doch mit aktiver
Kühlung geht man auf Nummer sicher und verhindert mögliche
thermische Probleme an warmen Sommertagen.
Videologic will mit der
Vivid!XS den DVD-Freaks eine Freude machen, die
Karte wird standardmäßig mit TV-Ausgang (Composite) bestückt und mit einem DVD-Software-Player
(WinDVD 2000)
gebundelt. Ebenso dabei ein kleines Adapter-Kabel
(Composite->S-Video), was fehlt ist ein deutschsprachiges
Installations-Handbuch. 32 MB SDR SDRAM
(Samsung, 5 ns) befinden sich auf der Karte, theoretisch lässt
sich dieser Speicher mit bis zu 200 MHz sicher betreiben, 175 Mhz
beträgt die Standardtaktung. Ohne TV-Ausgang oder mit 64 MB
Speicher ist die Karte nicht lieferbar.
Die Treiber-CD enthielt Treiber für Windows 9x/ME und Windows 2000, DirectX 8.0a, die Software 3Deep
zum justieren der Gamma-Einstellungen sowie die Technologiedemos des Chipherstellers
ST Micro.
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